Die größte hybride Mitgliederversammlung im Profifußball – für den BVB rechtssicher umgesetzt

Über 9.000 Teilnehmer, rechtssichere Abstimmungen und integrierte Vor-Ort- und Online-Prozesse

Kunde:

Borussia Dortmund

Event:

Ausrichtung:

International

Häufigkeit:

1 x Jährlich

Lösungen:

Nutzerführung
Realtime
Ticketing
  • 9.000+ Teilnehmer gesamt
  • 2.000+ vor Ort
  • 7.000+ digital
  • >95% automatisierte Identitätsprüfung

Problemdefinition

Wenn ein Event plötzlich Verantwortung trägt

Mitgliederversammlungen gehören zu den sensibelsten Formaten überhaupt. Sie sind formal, rechtlich relevant und häufig emotional aufgeladen. Im Fall von Borussia Dortmund kam eine zusätzliche Komplexität hinzu: Die Versammlung sollte hybrid stattfinden – also gleichzeitig vor Ort und digital.

Das bedeutet konkret:

  • Mitglieder müssen eindeutig identifiziert werden
  • Abstimmungen müssen rechtssicher durchgeführt werden
  • Ergebnisse müssen nachvollziehbar und überprüfbar sein
  • und das alles für tausende Teilnehmer gleichzeitig

Während klassische Events Fehler oft „verzeihen“, ist das hier nicht der Fall. Jede Unklarheit hätte direkte Auswirkungen auf die Legitimität der Entscheidungen. Hinzu kommt: Solche Formate finden nicht im luftleeren Raum statt. Sie stehen unter Beobachtung – von Mitgliedern, Öffentlichkeit und teilweise auch Medien. Entsprechend hoch ist die Erwartung, dass alles reibungslos funktioniert.

Die zentrale Frage war daher nicht: Wie organisieren wir ein Event?
Sondern: Wie schaffen wir ein System, dem tausende Menschen gleichzeitig vertrauen können?

Auswahlprozess

Warum talque – und kein anderer Standardanbieter

Viele Event-Tools sind auf Kommunikation, Livestreaming und Interaktion ausgelegt – und funktionieren damit hervorragend für klassische Formate. Andere, spezialisierte Anbieter fokussieren sich hingegen auf sichere und rechtssichere Abstimmungen.

Bei einer hybriden Mitgliederversammlung reicht jedoch keiner dieser Ansätze für sich allein aus. Hier müssen beide Welten nahtlos zusammengeführt werden.

Konkret bedeutet das:

  • klare Teilnehmeridentifikation anhand von Personal- und BVB-Mitgliedsausweis
  • verlässliche, nachvollziehbare Abstimmungen
  • strukturierte Abläufe statt offener Interaktion
  • und eine durchgängige Verbindung von Livestreaming, Videocalls und Voting, ohne Medienbrüche

Denn Teilnehmer müssen Diskussionen verfolgen, Inhalte verstehen und anschließend unmittelbar abstimmen können – alles innerhalb eines konsistenten Systems.

Genau diese Kombination war früh ein zentrales Kriterium im Auswahlprozess. talque wurde insbesondere deshalb berücksichtigt, weil die Plattform Kommunikation, Streaming und Voting integriert statt isoliert abbildet.

Ausschlaggebend für den Zuschlag war letztlich die Fähigkeit, die Gesamtkomplexität in ein tragfähiges Konzept zu übersetzen.

talque überzeugte durch:

  • klares technisches Architekturverständnis
  • ein belastbares Umsetzungskonzept
  • strukturierte Abbildung komplexer Anforderungen
  • Erfahrung mit hybriden Großformaten

talque wurde daher nicht einfach als zusätzliche App eingesetzt,
sondern als zentrale und belastbare Plattform, die alle Prozesse integriert und konsistent zusammenführt.

Lösung

Aufbau einer hybriden Abstimmungs- und Teilnahmeinfrastruktur

Die größte Herausforderung lag nicht in einem einzelnen Feature,
sondern in der Verbindung aller Prozesse zu einem stabilen Gesamtsystem.

Vor Ort ging es vor allem um Geschwindigkeit und Klarheit:

  • Akkreditierung ohne lange Wartezeiten
  • eindeutige Zuordnung der Teilnehmer
  • reibungsloser Übergang in die Versammlung

Digital stand etwas anderes im Fokus:

  • Sichere Authentifizierung über Mitgliedsdaten und in Echtzeit geprüfte Ausweisdokumente
  • Klare, leicht verständliche Nutzerführung
  • Stabile Teilnahme auf jedem Gerät und bei jeder Verbindung

Beide Welten mussten synchron zusammenlaufen.

Das bedeutete konkret:

  • eine einheitliche Datenbasis für alle Teilnehmer
  • identische Logiken für Prozesse vor Ort und online
  • jederzeit konsistente Informationen über den aktuellen Stand
  • den Ausschluss von Mehrfachabstimmungen
  • die Sicherung der Gleichstellung von digitalen und Vor-Ort-Teilnehmern

Gerade diese beiden Punkte waren zentral. Eine hybride Mitgliederversammlung ist nur dann gültig, wenn jede Stimme genau einmal abgegeben werden kann und wenn die Form der Teilnahme keinen Unterschied bei Rechten, Zugang oder Einfluss macht.

Ein kritischer Punkt war dabei die Gleichzeitigkeit: Zu bestimmten Zeitpunkten greifen tausende Teilnehmer parallel auf das System zu – sei es beim Login, bei Abstimmungen oder beim Abrufen von Inhalten. Das System musste diese Last nicht nur aushalten,sondern dabei für jeden einzelnen Nutzer stabil und nachvollziehbar bleiben.

Ergebnis

Skalierte Demokratie und operative Beherrschbarkeit

Die Ergebnisse dieser Umsetzung lassen sich nicht bloß mit klassischen Performance-KPIs beschreiben.
Es geht nicht primär um Teilnehmerzahlen oder Engagement-Raten.

Vielmehr zeigen die Resultate, welche strukturellen Effekte durch die hybride Durchführung entstanden sind –
auf Teilnahme, Entscheidungsprozesse und die Legitimität der Ergebnisse.

Die Demokratie unter realen Bedingungen wurde gestärkt:

1. Massive Ausweitung demokratischer Teilnahme
Durch die hybride Umsetzung konnten deutlich mehr Mitglieder teilnehmen als zuvor.
Die digitalen Teilnehmer übertrafen die Vor-Ort-Teilnehmer signifikant – um einen Faktor >3.

2. Verschiebung von Machtverhältnissen
Erstmals konnten auch Mitglieder abstimmen, die zuvor faktisch ausgeschlossen waren – etwa durch räumliche, zeitliche oder persönliche Einschränkungen.
Die Beteiligung wurde damit breiter und repräsentativer.

3. Neue Qualität von Entscheidungen
Die Abstimmungsergebnisse spiegelten eine deutlich breitere Mitgliederbasis wider.
Damit steigt nicht nur die Beteiligung, sondern auch die Aussagekraft und Akzeptanz der Entscheidungen.

4. Operative Stabilität trotz hoher Komplexität
Trotz tausender gleichzeitiger Teilnehmer lief der Prozess stabil.
Es gab keine Mehrfachabstimmungen und keine rechtlichen Beanstandungen – ein zentraler Faktor für die Legitimität der Ergebnisse.

5. Hoher Automatisierungsgrad bei gleichzeitiger Kontrollfähigkeit
Ein Großteil der Abläufe lief automatisiert im Hintergrund.
Gleichzeitig blieben kritische Prozesse jederzeit steuerbar und konnten bei Bedarf manuell abgesichert werden.

Das eigentliche Ergebnis dieser Umsetzung ist daher nicht einfach die erfolgreiche Durchführung eines Events,
sondern die Etablierung eines skalierbaren, rechtssicheren demokratischen Prozesses unter hybriden Bedingungen.

Einordnung

Vom Event-Tool zur kritischen Infrastruktur

Wir haben hier exemplarisch gezeigt, warum die Einordnung solcher Lösungen als „Event-App“ zu kurz greift.

Im vorliegenden Fall fungiert talque als:

  • Integrationsschicht zwischen bestehenden Systemen
  • Kontrollsystem für Zugriffs- und Abstimmungslogiken
  • Orchestrierungsebene für hybride Prozesse
  • Governance-Infrastruktur für demokratische Entscheidungen

Damit verschiebt sich die Rolle von einer operativen Lösung hin zu einem strategischen Bestandteil der Organisationsarchitektur.

Technologie dient hier nicht dazu, Prozesse lediglich zu digitalisieren, sondern die Porzesse beherrschbar, skalierbar und rechtssicher zu machen.

Fazit

Die zentrale Erkenntnis dieser Case Study: Der Erfolg hybrider Großformate hängt nicht an Features, sondern an der Fähigkeit, komplexe Zustände konsistent zu modellieren und zu kontrollieren.

Borussia Dortmund hat kein Tool implementiert, sondern ein System eingeführt, das demokratische Prozesse unter digitalen Bedingungen überhaupt erst ermöglicht.

Alles andere – Livestream, Voting, App – ist Oberfläche.

Das Betriebssystem für dein Event

Mache dein nächstes Event zur Erfolgs-Story.

4.6

bei 1.000+ Rezensionen und 500.000+ Downloads